Eine ganze Stadt gegen eine einzelne Frau

Meine ewige Geschichte (1): Seit vierzehn Jahren will die Stadt Wien den Abriss meiner Häuser.

Eine ganze Stadt gegen eine einzelne Frau

Es ist nun über vierzehn Jahre her, dass ich mit dem Bau zweier Kleingartenhäuser in Wien-Währing begann. Die beiden gekuppelten Häuser wurden weder von der bebauten Fläche zu groß noch von der Höhe her zu hoch errichtet. Es geht um nichts anderes als eine Geländeveränderung um wenige Zentimeter (!) – aufgrund derer die Stadt Wien ihren Abriss mit aller Gewalt durchsetzen möchte.

Vor achtzehn (!) Jahren, am 31. August 1998, erwarb ich die beiden Grundstücke im Kleingarten in Wien-Währing. Ich verliebte mich sofort in die herrliche Aussicht vom Wiener Schafberg und wollte mir als Unternehmerin, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet hat, ein Zuhause für mich und meinen Mann schaffen. Damit begann ein Kampf gegen die Windmühlen der Wiener SPÖ-Lokalpolitik, die Willkür der Behörden und letztendlich die Tatsache, dass „die Stadt Wien immer recht haben“ muss, auch wenn die Gesetze, die Fakten und Tatsachen etwas anderes sagen. Seit zwölf Jahren kämpfe ich in einer Vielzahl von Verfahren gegen die Stadt, was mich viel Zeit, viel Geld und unendlich viel Kraft gekostet hat.

9 Meter Höhenunterschied von einer Grundstücksecke zur anderen.

Durch die schöne Lage haben die beiden Grundstücke sowohl eine Nord/Süd- als auch eine Ost/West-Neigung. Zwischen der Nordwest- und der Südostecke besteht ein Höhenunterschied von neun Metern.

Nach dem Kauf der Grundstücke suchten mein Mann und ich einen Planer, und wir engagierten schließlich einen Fachmann, der bereits über 300 Kleingartenhäuser erfolgreich geplant hat und zu denen selbstverständlich entsprechende Baubewilligungen erteilt wurden. Danach fanden die üblichen Gespräche mit den Behörden, vor allem der MA37, aber auch anderen Magistratsabteilungen statt.

Gegenüber der MA37 wurde erklärt, zwei gekuppelte Kleingartenhäuser ohne Trennmauer errichten zu wollen – ein durchaus üblicher Vorgang im Wiener Kleingarten. Dies wurde kritiklos zur Kenntnis genommen, da in Wien hunderte Beispiele solcher Objekte existieren.

Mit 19. November 1999 wurde schließlich eine GENEHMIGUNG für die beiden Häuser, basierend auf dem begradigten Gelände, erteilt. Auf den Einreichplänen wurden seitens der Behörden keine Höhenquoten gefordert, es musste weder das alte noch neue Gelände eingezeichnet werden, der Leiter der MA37 für den 18. Wiener Gemeindebezirk als auch der Werkmeister besichtigten den Bauplatz sogar vor Ort. Das war kein Einzelfall, sondern wurde auch von allen anderen Bezirksabteilungen der MA37 so gehandhabt.     

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